Rhythmusdarstellung - Verständigung ist alles!

Grooves und Fills möchten manchmal visuell festgehalten oder kommuniziert werden. Mögliche Gründe könnten dafür folgende sein:

  • Eine gute Idee kann schnell wieder weg sein
  • Gerade kein Tonaufnahme-Gerät (Smartphone, etc.) dabei um die Idee festzuhalten
  • Um komplexere Rhythmus-Strukturen besser zu verstehen
  • Um sich schneller bekannte Songs anzueignen
  • Um im Tonstudio bzw. mit Recording-Software (DAW) Musik zu produzieren
  • Kommunikation und Austausch zwischen Musikern und Lernenden
  • Und natürlich für das Komponieren

Welche Rhythmus-Darstellungsarten gibt es?

  • Klassisches 5-Linien-Noten-System für fast alle bekannten Instrumente der Rock- und Pop-Musik - somit auch für das Schlagzeug!
  • Bei Percussion wie z.B. Cajon, Congas, Bongos, etc. wird meistens gerne nur ein 1-Linien-System verwendet. Mein persönlich Favorit ist bei Cajon-Notationen ein 3-Linien-System, siehe z.B. Easy Cajon Grooves
  • Drum Tabs werden oft mit einem einfachen Schreibprogramm erzeugt. Also eine Tabellen-Darstellung mit Strichen, Balken, Buchstaben und Sonderzeichen. Tabs gibt es auch für jedes andere Instrument, siehe Bilder am Anfang.
  • Bei einer DAW (Digital Audio Workstation) oder auch Apps wie „Garage Band“ wird gerne ein Tabulatur-Raster verwendet mit farblich unterstützen Balken, die auch die Notenlänge anzeigen können. Es sei denn, es handelt sich um ein Drum-Editor wo nur der Startpunkt der geschlagenen Note zählt, z.B. wie bei der Software Cubase.

 

 Ableton Live und Cubase  

Zählzeiten-Angabe bei Noten, Drum Tabs & DAW

  • In einem Drum Tab (mit Schreibprogramm erzeugt) werden die Zählzeiten meistens mit eingefügt – alleine aus Orientierungsgründen.
  • Bei der klassischen Noten-Darstellung ist dies nicht üblich. Die Gründe dafür sind mehrere. Zu einem hat man die verschiedenen Noten-Längen wie z.B. 4tel, 8tel, 16tel usw. zur Verfügung, wo durch den Zusammenhang, dargestellten Kontext, mit Taktartangabe die entsprechen zu spielenden Information entstehen. Also dadurch erkennt man, zur welchen Zeiten eine Note auf den Instrument angeschlagen werden muß oder auch nicht. Bei Groove-Beispielen und für die bessere Verständigung beim Lernen ist das natürlich sehr hilfreich – besonders wenn es mit dem Notenlesen noch nicht so klappt – Stichwort Rhythmuslehre.
  • In einer Musik-Software wie z.B. Ableton Live, Cubase, Logic, etc. ist vieles individuell möglich um die gewünschten Zählzeiten-Angabe zu erhalten – oft verändert sich das Notenwert-Raster mit Zählzeiten je nach gewähltem Zoom-Faktor.        

 

Lieber Drum Tabs oder Klassiche Noten?

Anbei noch eine Frage an Euch:

Wie würdet Ihr 8tel-Triolen auszählen und die Zählzeiten in den Noten bzw. im Drum-Tab darstellen?  

 

Mögliche Zählweisen für 8tel-Triolen:


Hier ist noch ein Rhythmus-Beispiel mit 8tel, 16tel-Triolen und 8tel-Triolen in einer Tabelle dargestellt mit Zählzeiten.

Das gleiche Beispiel mit Schlagzeugnoten dargestellt 

Zusätzlich wäre es interessant zu erfahren, wie es möglich wäre 16tel-Triolen (6-tolen) mit Zählzeiten übersichtlich im Kontext mit anderen Notengruppen darzustellen? Also auch ohne die doppelte Verwendung von Zahlen und Buchstaben – ja, halt auch gut auszusprechen, auszuzählen!?

 

Mir ist bis jetzt noch keine richtig gute Idee dazu gekommen, was die 16tel-Triolen Zählzeiten-Angabe angeht. Vielen Dank für's Interesse, Euer Feedback und für Euren Support jeglicher Art, Bruno

 

Zum Schluss noch eine Anmerkung: 

Drum Notation Key

Eine Erklärungen zu den verwendeten Symbolen findet Ihr bei Schlagzeugnoten meistens im Drum Notation Key. Bei den Drum Tabs wird es oft direkt mit vermerkt. Abkürzungen wie z.B.

  • CC = Crash-Cymbal
  • HH = Hi-Hat
  • SD = Snare-Drum
  • RC = Ride-Cymbal
  • BD = Bass-Drum
  • T1 = Tom 1

sind oft bei beiden Darstellungen gleich.


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